Spruch

"Es glaubt sich nachhaltiger, wenn man sich kein Bild von Gott macht."
(Christoph Müller)

Anmerkungen:
(Bild: ChatGPT)

Ist das paradox? Möglicherweise, aber Paradoxie soll ja gar nicht schlecht sein.

Fakt ist: Schon in der Bibel steht, dass wir uns kein Bildnis von Gott machen sollen. Von den Vorteilen wussten die Verfasser damals also auch schon. Ungeachtet dessen hat wohl jeder sein eigenes Bild von Gott, und wenn dies »gibt’s nicht« lautet. ;-)

Ich bin geneigt, jedem sein Gottesbild zu belassen, solange es keinen Schaden anrichtet. Animieren tue ich jedenfalls niemand, Zeit in die Ausarbeitung eines Gottesbilds 'zu investieren'.

"Glaube will Wahrheit bestimmen, indem er sich an Vorstellungen bindet. Mystik vertraut, indem sie Vorstellungen preisgibt."
(Michael Depner) (-> Details)

Ein 'persönlicher Gott' tritt bei mir insofern in Erscheinung, dass er ein bestens geeigneter Adressat meiner Dankbarkeit ist. (Ob Gott vorgestellt oder real ist, spielt dabei keine Rolle.)

Weitere Betrachtungen zu diesem Thema:
https://rundfunk.evangelisch.de/der-name-gottes-13485
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ikone

Übrigens: Wer von Ikonen spricht, dem ist bereits bewusst, dass diese 'nur' Abbilder der Wirklichkeit sind. Wenn ich die Blickrichtung umkehre, so ist das Bild, das wir uns konstruieren, im Idealfall ein Wegweiser in Richtung Wirklichkeit. Maßgeblich ist aber vor allem, dass Ikonen für Besinnungsübungen dienlich sein können.