"Klauen ist billiger als kaufen."
(Christoph Müller)
Anmerkungen:
Dieser Spruch ist inspiriert von folgendem Artikel über die Vergesellschaftungspläne in Berlin: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-einzig-realistische-Weg-fuer-bezahlbaren-Wohnraum-in-den-naechsten-Jahren-id31348104.html ¹
Dort heißt es u.a.:
"Gut geführte staatliche Wohnungsgesellschaften können, das ist empirisch nachgewiesen, ihre Bestände mindestens genauso effizient bewirtschaften wie Konzerne wie Vonovia."
(Tom Krebs)
Diese Aussage würde ich sogar ohne empirische Beweise als wahr bestätigen. Auf mich wirkt sie jedoch manipulativ, weil sie unterstellt, dass solche gute Führung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu gewährleisten ist.
Zum Vergleich eine fiktive Aussage aus einem Bereich, den wir leichter nachvollziehen können.
"Ein sorgsam geführter Haushalt wirft wenig Lebensmittel weg."
Diese Aussage ist ebenfalls wahr.
Betrachten wir mal die Fakten zu diesem Thema (https://www.bzfe.de/essen-und-zukunft/ernaehrungssysteme-gestalten/wenn-essen-im-muell-landet):
- Im Jahr 2022 wurden in Deutschland circa 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt.
- Fast 60 % der Lebensmittelabfälle in Deutschland entstehen in den privaten Haushalten
Meine Schlussfolgerung: Die (zur Veranschaulichung der Manipulation erstellte) Aussage "Ein sorgsam geführter Haushalt wirft wenig Lebensmittel weg" mündet letztlich lediglich in die Erkenntnis, dass Haushalte überwiegend schlecht geführt werden. Dazu fällt mir folgender Spruch ein:
"Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten."
(Ambrose Bierce)
Mein persönliches Fazit: Was von dem ntv-Interview übrig bleibt, ist die Botschaft "Klauen ist billiger als kaufen". 😉
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¹ Die Wirkung von Vergesellschaftungen auf das Investitionsklima blieb bei meinen Betrachtungen außen vor; sie kann als gesondertes Thema betrachtet werden.